"...„...Die Villa war jahrzehntelang eine kommunale Einrichtung. Niemand kümmerte sich darum, niemand renovierte sie, und so verfiel sie allmählich und wirkte
zunehmend abschreckend. Vor einigen Jahren kauften die Bewohner die Wohnungen und gründeten eine Wohngemeinschaft. Heute leben vier Familien in dem Haus – darunter
auch eine über hundertjährige Frau und ihre Tochter.
Die Bewohner begannen selbst, Geld für die Renovierung zu sammeln und führen diese – soweit möglich – Schritt für Schritt durch. Bisher konnten
die besonders beschädigten Süd- und Westfassaden restauriert werden. Die anderen Seiten warten noch auf ihre Instandsetzung.
Trotz der noch nicht vollständigen Renovierung erkennt man bereits, wie viel Arbeit und Geld in das Gebäude investiert wurde. Die Sanierung erfolgte
mit Bedacht und unter Aufsicht der Denkmalpflege: Das Haus wurde nicht mit Styropor verkleidet und nicht in grellen Farben gestrichen. Vielmehr wurde großer Wert daraufgelegt,
den historischen Charakter und architektonische Details zu erhalten.
Ein Beispiel für die Liebe zum Detail: Über dem Eingang hängt heute eine restaurierte Laterne, die von einer Bewohnerin auf dem Dachboden gefunden wurde.
Ein fantastisches Beispiel für gelungene Restaurierung.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Den Menschen, die in der Olszyńska 5 wohnen, gebührt großer Respekt und Bewunderung. Es bleibt zu hoffen,
dass ihr positives Beispiel andere Bewohner alter Häuser dazu ermutigt, ebenfalls in die richtige Richtung zu handeln.“
Interessante Fakten:
Die Eiche nahe des Eingangs zur Villa wurde vermutlich von den ersten Hausbesitzern gepflanzt.
Ein hölzerner Fahnenmast aus Vorkriegszeiten steht noch heute im Straßengarten.
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Zitate und Informationen basieren auf folgenden Werken:
Jagoda Załęska-Kaczko:
„Bezugnahmen auf die Tradition des ländlichen Bauwesens in der Architektur der Freien Stadt Danzig in der Zeit des Nationalsozialismus“
Encyklopedia Gdańska